18.02.- 26.02.2006
Am Freitag, unserem letzten Arbeitstag auf der Weinplantage haben wir uns noch nach Feierabend mit unserer Vorarbeiterin (Supervisor hier genannt) auf ein Bierchen in ihrem Haus getroffen. Wir haben uns recht nett mit Ihr über dies und das unterhalten und zum Schluss hat sie uns noch eine ganze Menge zu essen und leckeren selbst hergestellten Wein mitgegeben. Halt wie ne richtje Muddi. Wenn wir noch das Wochenende geblieben wären, hätte sie uns noch gezeigt wie man Schafe schert, die sie auch noch züchtet, aber wir wollten weiter.
Am Samstag haben wir uns die Stadt Denmark angeschaut, die angeblich für ihre Kunst und alternativen Lebensstil bekannt sein sollte. In der Tat war die Stadt nicht ganz uninteressant, aber irgendwie habe ich mit mehr hängen gebliebenen Hippies gerechnet. Anschließend sind wir den Tree Top Walk gelaufen. Bei diesem Walk handelt es sich nicht um einen Spaziergang auf dem Boden, nein man läuft auf einer Stahlhängebrückenkonstruktion, ca.40m über dem Erdboden durch den Wald. Es ist richtig, man läuft nicht über dem Wald, sondern auf Grund der extremen Höhe der Bäume immer noch durch den Wald. Ich fand es war schon beeindruckend, aber die Architektur der Brücke fand ich spannender. Anschließend sind wir noch durch einen Wald gelaufen mit noch mehr hohen und breiten Bäumen, welche sicher auch irre interessant sind, mich aber fast gar nicht gerockt haben.
Mein Desinteresse kam aber auch daher, dass ich momentan fast keine Lust auf Reisen habe und ich am liebsten nur am Strand liegen möchte und gar nix machen möchte. Nach knapp 5 Monaten Reisen habe ich ein kleines Reiseburneout entwickelt, aber ich versuche da irgendwie gegenzusteuern. Klingt komisch, ist aber so.
Am Sonntag sind wir auf einen Baum geklettert, der 75m hoch ist, ringsherum um den Stamm Stahlstreben als Stufen hat und als Ausguck für Waldbrände genutzt wird. Ich muss sagen durch das Klettern bin ich ja etwas an Höhe gewöhnt, aber mir war doch etwas mulmig als ich so ganz ohne Sicherung und Netz einen Baum hoch gelaufen bin, bei dem ich bei einem Fehltritt noch ca.60m zeit hatte über mein Leben zu sinniere. Naja ist ja alles gut gegangen und oben habe ich dann den fantastischen Weitblick genossen.
Auch Anne hat all ihren Mut zusammen genommen und ist auch, anerkennender Weise bis ganz nach oben geklettert. Ich gebe zu damit habe ich nicht gerechnet, da sie schon mit dem Tree Top Walk Probleme hatte. Tja ist doch Toll, wenn Neugier die Angst besiegt.:)
Am Abend haben wir an einem Strand übernachtet, der bei den lokalen Surfern hoch im Kurs steht, da die letzten Surfer bei Sonnenuntergang gefahren sind und die ersten schon wieder mit der aufgehenden Sonne im Wasser waren.
Am Montag sind wir auf dem Weg nach Busselton noch schnell bei einer kleinen Brauerei heran gefahren, weil die ziemlich exotische Biersorten hatte. Chilibier, Lemonbier und so weiter. Ich habe natürlich das Chilibier probiert und mein Urteil: Lustiges Bier, ausprobieren ja – kaufen nein. Anfangs schmeckt es wie gewöhnlicher Gerstensaft und man fragt sich wo jetzt das Chili war, aber dann kommt der Abgang und der ist wirklich scharf.
In Busselton haben wir Siesta am Strand gemacht und ich bin etwas Schnorcheln gegangen. Tja und wie ich da so rum schnorchel und versuche den Schnorchel auch als Schnorchel und nicht als Strohhalm zu benutzen, habe ich auf einmal so komische Streifen vor meiner Brille, die sich auch noch bewegen. Bei genauerem hinsehen stellte ich fest, dass die Streifen Quallen waren und sie überall um mich herum waren. Nun weiß man ja, dass Australien Tiertechnisch der gefährlichste Kontinent ist und es hier den tödlichen Box Jelley Fish gibt und ich hatte dummerweise vor 3 Wochen auch noch einen sehr ausführlichen Bericht über dieses Tierchen gelesen der ungefähr so lautete: Extrem schnell tödlich, kein Gegenmittel und kaum Therapiemöglichkeiten.
Also so schnell bin ich noch nie aus dem Wasser gewesen. Am Ufer angekommen habe ich einen Moment gebraucht um mich wieder zusammeln und zu realisieren, dass es diese hoch gefährliche Quallenart nur im Norden von Queensland und Nothern Territory gibt. Trotzdem hat diese Art, der ich begegnet bin ganz schön gebrannt und einige Quaddeln hervorgerufen, die am Abend aber wieder weg waren. Seitdem bin ich etwas vorsichtiger.
Am Dienstag hatten wir Fremantle erreicht, eine kleine aber feine Vorstadt von Perth. Dort sind wir etwas durch die schöne Innenstadt gelaufen, haben uns lustige Shops und alte Gebäude angeschaut.
Die nächsten drei Tage haben wir uns in Perth rumgetrieben. Endlich mal wieder eine richtige Stadt. Ich merke jedes Mal, wenn ich in eine Großstadt komme, wie sehr mir doch dieses Großstdtfeelin fehlt. Dieses etwas hektische durcheinander, das Flair, die Parks und die Straßencafes. Ich genieße es total, mich mit einem Cafe und einem Muffin auf eine Wiese zu setzen, die Leute zu beobachten, eine Zeitung oder ein Buch zu lesen und Musik zuhören.
Ansonsten hat Perth auch eine ziemlich lustige und quirlige Innenstadt mit netten Läden, Cafes und am Abend vielen Clubs.


Besonders ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Piercingläden gibt und ich habe tatsächlich darüber nachgedacht ob ich mir nicht doch noch ein Loch in die Unterlippe stechen lasse. Ich habe es dann aber doch sein gelassen, weil ich nicht eingesehe, warum ich für einen kurzen Stich Geld bezahlen soll, wenn ich es auch für lau haben kann. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.;) Ganz konnte ich dem riesigen Angebot an Piercingschmuck aber auch nicht widerstehen und so habe ich mir einen neuen „Knopf“ für mein Ohr gekauft. Der neue ist aus Holz, hat ein Loch und ist 10mm groß. Auja
Und wo wir gerade bei unsinnigen Dingen sind. Ich habe in Perth einen großen, genialen Schallplattenladen gefunden an dem ich nicht einfach so vorbei gehen konnte. Nach einer halben Stunde stöbern und hören, war ich stolzer Besitzer zwei neuer Schallplatten. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wie ich sie mir anhören kann. Ich habe da auch schon eine Idee. Ich kaufe einfach einen Plattenspieler, ein Verstärker mit Boxen, ein Stromaggregat und schon kann die Party losgehen.:) Oh, ich träume schon wieder. Ich denke ich muss wohl doch bis dt. warten, aber so kann man sich daheim gleich eine kleine Freude machen.
Im Moment fahren wir nach Norden, sind jetzt in Geralton und auf dem Weg hierher haben wir uns einige unspannende Küstenstädte und Strände angeschaut. Die einzig wirkliche Attraktion war das Pinnacle Desert, eine Wüste in der viele bis zu 5m hohe Kalksteinsäulen stehen. “Eine Theorie nimmt an, dass Wurzelsysteme ehemaliger Vegetationen im Laufe von Jahrtausenden durch mineralhaltiges Wasser mit Kalkablagerungen überzogen und später vom Wind freigelegt wurden.“ (Reiseführertheorie) Ich fand den Park ziemlich beeindruckend und es war mal wieder sehr heiß.

Am Samstag haben wir uns die Stadt Denmark angeschaut, die angeblich für ihre Kunst und alternativen Lebensstil bekannt sein sollte. In der Tat war die Stadt nicht ganz uninteressant, aber irgendwie habe ich mit mehr hängen gebliebenen Hippies gerechnet. Anschließend sind wir den Tree Top Walk gelaufen. Bei diesem Walk handelt es sich nicht um einen Spaziergang auf dem Boden, nein man läuft auf einer Stahlhängebrückenkonstruktion, ca.40m über dem Erdboden durch den Wald. Es ist richtig, man läuft nicht über dem Wald, sondern auf Grund der extremen Höhe der Bäume immer noch durch den Wald. Ich fand es war schon beeindruckend, aber die Architektur der Brücke fand ich spannender. Anschließend sind wir noch durch einen Wald gelaufen mit noch mehr hohen und breiten Bäumen, welche sicher auch irre interessant sind, mich aber fast gar nicht gerockt haben.
Mein Desinteresse kam aber auch daher, dass ich momentan fast keine Lust auf Reisen habe und ich am liebsten nur am Strand liegen möchte und gar nix machen möchte. Nach knapp 5 Monaten Reisen habe ich ein kleines Reiseburneout entwickelt, aber ich versuche da irgendwie gegenzusteuern. Klingt komisch, ist aber so.
Am Sonntag sind wir auf einen Baum geklettert, der 75m hoch ist, ringsherum um den Stamm Stahlstreben als Stufen hat und als Ausguck für Waldbrände genutzt wird. Ich muss sagen durch das Klettern bin ich ja etwas an Höhe gewöhnt, aber mir war doch etwas mulmig als ich so ganz ohne Sicherung und Netz einen Baum hoch gelaufen bin, bei dem ich bei einem Fehltritt noch ca.60m zeit hatte über mein Leben zu sinniere. Naja ist ja alles gut gegangen und oben habe ich dann den fantastischen Weitblick genossen.
Auch Anne hat all ihren Mut zusammen genommen und ist auch, anerkennender Weise bis ganz nach oben geklettert. Ich gebe zu damit habe ich nicht gerechnet, da sie schon mit dem Tree Top Walk Probleme hatte. Tja ist doch Toll, wenn Neugier die Angst besiegt.:)
Am Abend haben wir an einem Strand übernachtet, der bei den lokalen Surfern hoch im Kurs steht, da die letzten Surfer bei Sonnenuntergang gefahren sind und die ersten schon wieder mit der aufgehenden Sonne im Wasser waren.
Am Montag sind wir auf dem Weg nach Busselton noch schnell bei einer kleinen Brauerei heran gefahren, weil die ziemlich exotische Biersorten hatte. Chilibier, Lemonbier und so weiter. Ich habe natürlich das Chilibier probiert und mein Urteil: Lustiges Bier, ausprobieren ja – kaufen nein. Anfangs schmeckt es wie gewöhnlicher Gerstensaft und man fragt sich wo jetzt das Chili war, aber dann kommt der Abgang und der ist wirklich scharf.
In Busselton haben wir Siesta am Strand gemacht und ich bin etwas Schnorcheln gegangen. Tja und wie ich da so rum schnorchel und versuche den Schnorchel auch als Schnorchel und nicht als Strohhalm zu benutzen, habe ich auf einmal so komische Streifen vor meiner Brille, die sich auch noch bewegen. Bei genauerem hinsehen stellte ich fest, dass die Streifen Quallen waren und sie überall um mich herum waren. Nun weiß man ja, dass Australien Tiertechnisch der gefährlichste Kontinent ist und es hier den tödlichen Box Jelley Fish gibt und ich hatte dummerweise vor 3 Wochen auch noch einen sehr ausführlichen Bericht über dieses Tierchen gelesen der ungefähr so lautete: Extrem schnell tödlich, kein Gegenmittel und kaum Therapiemöglichkeiten.
Also so schnell bin ich noch nie aus dem Wasser gewesen. Am Ufer angekommen habe ich einen Moment gebraucht um mich wieder zusammeln und zu realisieren, dass es diese hoch gefährliche Quallenart nur im Norden von Queensland und Nothern Territory gibt. Trotzdem hat diese Art, der ich begegnet bin ganz schön gebrannt und einige Quaddeln hervorgerufen, die am Abend aber wieder weg waren. Seitdem bin ich etwas vorsichtiger.
Am Dienstag hatten wir Fremantle erreicht, eine kleine aber feine Vorstadt von Perth. Dort sind wir etwas durch die schöne Innenstadt gelaufen, haben uns lustige Shops und alte Gebäude angeschaut.
Die nächsten drei Tage haben wir uns in Perth rumgetrieben. Endlich mal wieder eine richtige Stadt. Ich merke jedes Mal, wenn ich in eine Großstadt komme, wie sehr mir doch dieses Großstdtfeelin fehlt. Dieses etwas hektische durcheinander, das Flair, die Parks und die Straßencafes. Ich genieße es total, mich mit einem Cafe und einem Muffin auf eine Wiese zu setzen, die Leute zu beobachten, eine Zeitung oder ein Buch zu lesen und Musik zuhören.
Ansonsten hat Perth auch eine ziemlich lustige und quirlige Innenstadt mit netten Läden, Cafes und am Abend vielen Clubs.


Besonders ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Piercingläden gibt und ich habe tatsächlich darüber nachgedacht ob ich mir nicht doch noch ein Loch in die Unterlippe stechen lasse. Ich habe es dann aber doch sein gelassen, weil ich nicht eingesehe, warum ich für einen kurzen Stich Geld bezahlen soll, wenn ich es auch für lau haben kann. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.;) Ganz konnte ich dem riesigen Angebot an Piercingschmuck aber auch nicht widerstehen und so habe ich mir einen neuen „Knopf“ für mein Ohr gekauft. Der neue ist aus Holz, hat ein Loch und ist 10mm groß. Auja
Und wo wir gerade bei unsinnigen Dingen sind. Ich habe in Perth einen großen, genialen Schallplattenladen gefunden an dem ich nicht einfach so vorbei gehen konnte. Nach einer halben Stunde stöbern und hören, war ich stolzer Besitzer zwei neuer Schallplatten. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wie ich sie mir anhören kann. Ich habe da auch schon eine Idee. Ich kaufe einfach einen Plattenspieler, ein Verstärker mit Boxen, ein Stromaggregat und schon kann die Party losgehen.:) Oh, ich träume schon wieder. Ich denke ich muss wohl doch bis dt. warten, aber so kann man sich daheim gleich eine kleine Freude machen.
Im Moment fahren wir nach Norden, sind jetzt in Geralton und auf dem Weg hierher haben wir uns einige unspannende Küstenstädte und Strände angeschaut. Die einzig wirkliche Attraktion war das Pinnacle Desert, eine Wüste in der viele bis zu 5m hohe Kalksteinsäulen stehen. “Eine Theorie nimmt an, dass Wurzelsysteme ehemaliger Vegetationen im Laufe von Jahrtausenden durch mineralhaltiges Wasser mit Kalkablagerungen überzogen und später vom Wind freigelegt wurden.“ (Reiseführertheorie) Ich fand den Park ziemlich beeindruckend und es war mal wieder sehr heiß.

vollton38 - 27. Feb, 05:27
