13.06.- 30.06.2006
Guten Morgen, bei mir schlägt die Uhr gerade 8:40 Uhr. Es ist ein bewölkter Morgen, der Frühstückstisch ist noch nicht gedeckt, da Björn und Linda noch von kleinen Fischen und bunten Korallen träumen, also die beste Zeit schnell einige Zeilen über die vergangenen zwei Wochen zu schreiben.
Wie ich in meinem letztem Bericht kurz erwähnte, haben wir am 13 Juni in einer Lagerhalle angefangen Mandarinen in Kisten zu verpackten. Die Arbeit ist im Grunde nicht sonderlich schwierig. Man steht an einem großen, rotierenden Teller auf dem die Mandarinen purzeln und packt diese dann nach verschienen Packsystemen in Kartons. Beim Packen ist darauf zu achten, dass die Früchte keine braunen oder schwarze Stellen, sie eine gleichmäßige Struktur aufweisen und keine Quetschungen haben. Wie gesagt die Arbeit war nicht so schlimm aber, unsere Chefinn war gelinde ausgedrückt ein Drache. 1. lief diese Frau den ganzen Tag mit einem Gesicht wie drei Tage Regenwetter rum und 2. war ihre Art mit Menschen umzugehen unter aller s##. Die Kisten die wir gepackt haben, wurden natürlich von ihr kontrolliert und am 1. Tag hat sie mich x mal zu sich geholt um mir zu zeigen, dass ich auf über 100 Früchte in einem Karton 10 schlechte hatte. Meine misstake - Rate wurde zwar im laufe des Tages besser aber irgendwann waren ihr selbst zwei genug um mich anzufahren. An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass ich mit sachlich angebrachter Kritik grundsätzlich kein Problem habe und ich verstehe auch, dass sie für gute Qualität verantwortlich ist. Trotzdem das was ich dort erlebt habe, war das beste Beispiel wie man mit Mitarbeitern/ Menschen nicht um geht. Es ist wirklich faszinierend gewesen, in der Regel kann man solchen Leute ein kleines Lächeln abgewinnen, wenn man sie die ganze Zeit anlächelt, nett und freundlich beleibt, aber dieses Wesen war gegen all diese Maßnahmen immun. Naja am ende unseres ersten Arbeitstages waren wir drei mal wieder erstaunt was für verbitterte Menschen es gibt und ich habe mir vorgenommen, dieser Frau ein Lächeln abzuringen und das sie mich nicht klein bekommt („Wenn dann muss sie mich kündigen, freiwillig gehe ich nicht.“) Der zweite Tag war für mich ziemlich ruhig, da sie es diesmal auf Linda abgesehen hatte. Linda wiederum sah es nicht ein, sich den ganzen Tag wegen Nichtigkeiten anmachen zu lassen und somit haben die Beiden nach einer kurzen Diskussion gekündigt. Der Drache weigerte sich nun aber den beiden ihren Lohn für den einen Tag zu bezahlen, weil Sie die
„Kündigungsfrist „ von zwei Tagen nicht eingehalten hatten. Lächerlich, wenn wir als Backpacker auf Farmen oder ähnlichem Arbeiten sind wir als „casual worker“ (Gelegenheitsarbeiter) angestellt, d.h. wir können jeder Zeit kündigen und gekündigt werden. Wenn wir also nach einer Stunde keine Lust mehr haben und gehen, müssen wir für diese Zeit aber bezahlt werden, da wir ja Leistung erbracht haben. Björn und Linda sind darauf zum hiesigem Bürgeramt gegangen um zu erfahren, dass sie nicht die Ersten sind, diese Farm bekannt ist, man ihnen aber nicht helfen könne und sie sich an das Amt für Arbeitnehmerschutz wenden müssten.
Der Mitarbeiter war etwas entsetzt und teilte den Beiden ihre Optionen mit.
A: erneut mit der Frau zu sprechen und sie auf rechtliche Schritte hinweisen und B: eine Untersuchung und Klage einleiten.
Variante A verlief im Sande und somit werden Sie auf Variante B ausweichen.
Ich für mein Teil habe es geschafft, sie hat mich nicht klein bekommen und nach 3 Tagen konnte ich ihr ein Lächeln abgewinnen. Gott, habe ich mich erschreckt.
Am Donnerstag den 22.06. war mein letzter Arbeitstag, da es zu diesem Zeitpunkt keinen weiteren Mandarinen zu verpacken gab. Da Björn, Linda und Ich nach 4 Wochen Gayndah die Nase voll hatte von diesem kleinem, langweiligem Ort und wir schon anfingen uns gegenseitig auf den Keks zu gehen, beschlossen wir am Samstag nach Bundaberg zu fahren und einen Tauchkurs zu absolvieren. Der Kurs ist sicher nicht mit denen in Dt. zu vergleichen, wo ein Kurs bestimmt qualitativ etwas besser ist, dafür aber 2-4 Wochen geht und hunderte von Euros kostet. Ich hatte meinen Tauchschein nach 4 Tagen, war nur um 254 AU$ (!!!!160€!!!!) ärmer und darf nun ein leben lang bis 18m Tiefe tauchen gehen. ÄTSCH Im Grunde finde ich es auch etwas unverantwortlich, dass jemand der einen vier tägigen Crashkurs absolviert hat nie wieder sein Wissen testen lassen muss. Andererseits ist es aber auch seine eigenen Sicherheit verantwortungsvoll mit diesem Schein umzugehen.
Aber zurück zum Kurs.
Am Samstag als wir uns angemeldet haben, bekamen wir ein Buch mit 6 Kapiteln und ein dazugehörigen Fragebogen, welches wir uns bis Montag schon einmal teilweise durch lesen sollten. Am Montag gabs zu dem tollem Buch noch ein langweiliges Video und damit war der Theorieteil fast abgearbeitet. Anschließend ging es noch zum Onkel Doktor, der uns zertifizierte, dass wir körperlich Fit genug sind um Tauchen gehen zu dürfen. Dienstag war Pooltag, das heißt man spielt den ganzen Tag mit all dem lustigem Equipment im Pool rum. Macht so spaßige Übungen wie Brille unter Wasser abnehmen und wieder aufsetzen, wie man seinen Regulator wieder findet und auspustet, wenn man ihn aus dem Mund nimmt, wie sich zwei Leute Luft teilen und ganz viele andere wichtige Dinge, die unter Wasser zu beachten sind. Die lustigste Übung war aber wie man den buoyancy compansator (BC) benutzt. Ich glaube im deutschem heißt das Teil Jacked. Auf jedem Fall ist es eine Weste an der sich hinten die Pressluftflasche befindet und mit der man unter Wasser auf und absteigt, also seine Tiefe reguliert. Das geschieht folgendermaßen, um unterzugehen bindet man sich Gewichte um die Hüfte, bei mir war der Gürtel voll und ich musste mir noch ein zusätzliches Gewicht in die Tasche stecken um runter zu kommen. Da der Mensch eigentlich nur für das atmen an der Wasseroberfläche geschaffen ist, muss er also irgendwann wieder hoch kommen und da es auf Dauer ganz schön kostspielig ist jedes mal die Gewichte wegzuschmeißen um wieder hoch zu kommen und der Aufstieg unkontrolliert währe, blässt man einfach etwas Luft aus der Pressluftflasche in die Luftkammern des BC und steigt somit langsam und kontrolliert an die Wasseroberfläche. Man muss sicht das quasi wie ein Lift vorstellen. Das spaßige an diesem BC ist nun, dass man, wenn man es ordentlich justiert irgendwo zwischen oben und unten einfach im Wasser schweben, lustige Purzelbäume schlagen und wie Buddha da sitzen kann. Man hatte ich Kopfschmerzen hinterher. Das Atmen über den Regulator ist anfangs etwas ungewohnt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich schon daran.

Linda hatte leider etwas Panik bei den Übungen mit der Brille bekommen und hat sich das ganze Spektakel von draußen angeschaut. Es war einfach etwas zu schnell, denn am nächsten Tag ist sie mit ihrem Freund und einem anderem Instructor noch ein mal in den Pool gegangen und hat alle Übungen ruhig und ohne Panikattacken gemeistert. Ich derweilen hatte meinen ersten open water Tauchgang und es war atemberaubend. Obwohl ich zugeben muss, dass mir in den ersten Minuten wie ich da mit meinem voll aufgeblasenem BC in diesem riesigem und wilden Ocean trieb schon etwas mulmig zu mute war. Was mach ich hier eigentlich? Dann habe ich mich aber daran erinnert, dass gestern im Pool alles funktioniert hat und so habe ich mich auf den Bauch gedreht, habe meinen Kopf unter Wasser gehalten, einige Atemzüge durch meinen Regulator genommen und mir eingeredet das alles gut ist. Anschließend ging es runter und auf dem Grund haben wir noch einmal alle Übungen wiederholt, die wir am Vortag im Pool gelernt hatten. Alles kein Problem, man muss nur der Technik ein wenig vertrauen entgegen bringen und schön ruhig bleiben. Es ist wirklich ein unbeschreiblich, schönes Gefühl wie ein Fisch durch das Wasser zu schwimmen. Wir haben grüne, lila farbige und weiße Korallen, einen kleinen mini Hai, einen Seestern, einen komischen Kugelfisch und viele weitere Fische gesehen.

Am meisten hat mich aber fasziniert, dass es funktioniert. Das man auf Grund von Technik das Gefühl einer gewissen Schwerelosigkeit und absoluter ruhe und Friedlichkeit erfahren kann. Es ist nicht still unter Wasser , es knackt, knirscht, brummt und blubbert um einem herum, aber die Welt da unten strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Ich könnte die ganze Zeit nur im Wasser schweben, einfach nur daliegen, beobachten wie die Luftblasen an die Wasseroberfläche steigen, die Ruhe genießen und chillen.

Nach unserem zweiten Tauchgang sind wir zurück ins Office gefahren um das Final Exam zu schreiben. Klinkt schlimmer als es ist. Die 50 Fragen waren, wenn man sein Hirn benutzt und ein wenig aufgepasst hat kein Problem. Am Donnerstag hatten wir unsere letzten beiden Tauchgänge und anschließend bekam ich meine Diving license level 1.
Juhu !!!!!!!
Auf die Freude kam aber auch gleich die bittere Erkenntnis, dass ich nun ein weiteres Hobby habe was sich Kostentechnisch ungefähr da einreiht wo sich meine anderen beiden Hobbys (Klettern/Bergsteigen u. Fotografie) auch schon bewegen. Nämlich im oberen Kostenlevel und es macht auch noch riesigen Spaß. Verdammt! Na mal sehen wie ich das händel, Tauchpartner hätte ich ja schon mal.

Wie ich in meinem letztem Bericht kurz erwähnte, haben wir am 13 Juni in einer Lagerhalle angefangen Mandarinen in Kisten zu verpackten. Die Arbeit ist im Grunde nicht sonderlich schwierig. Man steht an einem großen, rotierenden Teller auf dem die Mandarinen purzeln und packt diese dann nach verschienen Packsystemen in Kartons. Beim Packen ist darauf zu achten, dass die Früchte keine braunen oder schwarze Stellen, sie eine gleichmäßige Struktur aufweisen und keine Quetschungen haben. Wie gesagt die Arbeit war nicht so schlimm aber, unsere Chefinn war gelinde ausgedrückt ein Drache. 1. lief diese Frau den ganzen Tag mit einem Gesicht wie drei Tage Regenwetter rum und 2. war ihre Art mit Menschen umzugehen unter aller s##. Die Kisten die wir gepackt haben, wurden natürlich von ihr kontrolliert und am 1. Tag hat sie mich x mal zu sich geholt um mir zu zeigen, dass ich auf über 100 Früchte in einem Karton 10 schlechte hatte. Meine misstake - Rate wurde zwar im laufe des Tages besser aber irgendwann waren ihr selbst zwei genug um mich anzufahren. An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass ich mit sachlich angebrachter Kritik grundsätzlich kein Problem habe und ich verstehe auch, dass sie für gute Qualität verantwortlich ist. Trotzdem das was ich dort erlebt habe, war das beste Beispiel wie man mit Mitarbeitern/ Menschen nicht um geht. Es ist wirklich faszinierend gewesen, in der Regel kann man solchen Leute ein kleines Lächeln abgewinnen, wenn man sie die ganze Zeit anlächelt, nett und freundlich beleibt, aber dieses Wesen war gegen all diese Maßnahmen immun. Naja am ende unseres ersten Arbeitstages waren wir drei mal wieder erstaunt was für verbitterte Menschen es gibt und ich habe mir vorgenommen, dieser Frau ein Lächeln abzuringen und das sie mich nicht klein bekommt („Wenn dann muss sie mich kündigen, freiwillig gehe ich nicht.“) Der zweite Tag war für mich ziemlich ruhig, da sie es diesmal auf Linda abgesehen hatte. Linda wiederum sah es nicht ein, sich den ganzen Tag wegen Nichtigkeiten anmachen zu lassen und somit haben die Beiden nach einer kurzen Diskussion gekündigt. Der Drache weigerte sich nun aber den beiden ihren Lohn für den einen Tag zu bezahlen, weil Sie die
„Kündigungsfrist „ von zwei Tagen nicht eingehalten hatten. Lächerlich, wenn wir als Backpacker auf Farmen oder ähnlichem Arbeiten sind wir als „casual worker“ (Gelegenheitsarbeiter) angestellt, d.h. wir können jeder Zeit kündigen und gekündigt werden. Wenn wir also nach einer Stunde keine Lust mehr haben und gehen, müssen wir für diese Zeit aber bezahlt werden, da wir ja Leistung erbracht haben. Björn und Linda sind darauf zum hiesigem Bürgeramt gegangen um zu erfahren, dass sie nicht die Ersten sind, diese Farm bekannt ist, man ihnen aber nicht helfen könne und sie sich an das Amt für Arbeitnehmerschutz wenden müssten.
Der Mitarbeiter war etwas entsetzt und teilte den Beiden ihre Optionen mit.
A: erneut mit der Frau zu sprechen und sie auf rechtliche Schritte hinweisen und B: eine Untersuchung und Klage einleiten.
Variante A verlief im Sande und somit werden Sie auf Variante B ausweichen.
Ich für mein Teil habe es geschafft, sie hat mich nicht klein bekommen und nach 3 Tagen konnte ich ihr ein Lächeln abgewinnen. Gott, habe ich mich erschreckt.
Am Donnerstag den 22.06. war mein letzter Arbeitstag, da es zu diesem Zeitpunkt keinen weiteren Mandarinen zu verpacken gab. Da Björn, Linda und Ich nach 4 Wochen Gayndah die Nase voll hatte von diesem kleinem, langweiligem Ort und wir schon anfingen uns gegenseitig auf den Keks zu gehen, beschlossen wir am Samstag nach Bundaberg zu fahren und einen Tauchkurs zu absolvieren. Der Kurs ist sicher nicht mit denen in Dt. zu vergleichen, wo ein Kurs bestimmt qualitativ etwas besser ist, dafür aber 2-4 Wochen geht und hunderte von Euros kostet. Ich hatte meinen Tauchschein nach 4 Tagen, war nur um 254 AU$ (!!!!160€!!!!) ärmer und darf nun ein leben lang bis 18m Tiefe tauchen gehen. ÄTSCH Im Grunde finde ich es auch etwas unverantwortlich, dass jemand der einen vier tägigen Crashkurs absolviert hat nie wieder sein Wissen testen lassen muss. Andererseits ist es aber auch seine eigenen Sicherheit verantwortungsvoll mit diesem Schein umzugehen.
Aber zurück zum Kurs.
Am Samstag als wir uns angemeldet haben, bekamen wir ein Buch mit 6 Kapiteln und ein dazugehörigen Fragebogen, welches wir uns bis Montag schon einmal teilweise durch lesen sollten. Am Montag gabs zu dem tollem Buch noch ein langweiliges Video und damit war der Theorieteil fast abgearbeitet. Anschließend ging es noch zum Onkel Doktor, der uns zertifizierte, dass wir körperlich Fit genug sind um Tauchen gehen zu dürfen. Dienstag war Pooltag, das heißt man spielt den ganzen Tag mit all dem lustigem Equipment im Pool rum. Macht so spaßige Übungen wie Brille unter Wasser abnehmen und wieder aufsetzen, wie man seinen Regulator wieder findet und auspustet, wenn man ihn aus dem Mund nimmt, wie sich zwei Leute Luft teilen und ganz viele andere wichtige Dinge, die unter Wasser zu beachten sind. Die lustigste Übung war aber wie man den buoyancy compansator (BC) benutzt. Ich glaube im deutschem heißt das Teil Jacked. Auf jedem Fall ist es eine Weste an der sich hinten die Pressluftflasche befindet und mit der man unter Wasser auf und absteigt, also seine Tiefe reguliert. Das geschieht folgendermaßen, um unterzugehen bindet man sich Gewichte um die Hüfte, bei mir war der Gürtel voll und ich musste mir noch ein zusätzliches Gewicht in die Tasche stecken um runter zu kommen. Da der Mensch eigentlich nur für das atmen an der Wasseroberfläche geschaffen ist, muss er also irgendwann wieder hoch kommen und da es auf Dauer ganz schön kostspielig ist jedes mal die Gewichte wegzuschmeißen um wieder hoch zu kommen und der Aufstieg unkontrolliert währe, blässt man einfach etwas Luft aus der Pressluftflasche in die Luftkammern des BC und steigt somit langsam und kontrolliert an die Wasseroberfläche. Man muss sicht das quasi wie ein Lift vorstellen. Das spaßige an diesem BC ist nun, dass man, wenn man es ordentlich justiert irgendwo zwischen oben und unten einfach im Wasser schweben, lustige Purzelbäume schlagen und wie Buddha da sitzen kann. Man hatte ich Kopfschmerzen hinterher. Das Atmen über den Regulator ist anfangs etwas ungewohnt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich schon daran.

Linda hatte leider etwas Panik bei den Übungen mit der Brille bekommen und hat sich das ganze Spektakel von draußen angeschaut. Es war einfach etwas zu schnell, denn am nächsten Tag ist sie mit ihrem Freund und einem anderem Instructor noch ein mal in den Pool gegangen und hat alle Übungen ruhig und ohne Panikattacken gemeistert. Ich derweilen hatte meinen ersten open water Tauchgang und es war atemberaubend. Obwohl ich zugeben muss, dass mir in den ersten Minuten wie ich da mit meinem voll aufgeblasenem BC in diesem riesigem und wilden Ocean trieb schon etwas mulmig zu mute war. Was mach ich hier eigentlich? Dann habe ich mich aber daran erinnert, dass gestern im Pool alles funktioniert hat und so habe ich mich auf den Bauch gedreht, habe meinen Kopf unter Wasser gehalten, einige Atemzüge durch meinen Regulator genommen und mir eingeredet das alles gut ist. Anschließend ging es runter und auf dem Grund haben wir noch einmal alle Übungen wiederholt, die wir am Vortag im Pool gelernt hatten. Alles kein Problem, man muss nur der Technik ein wenig vertrauen entgegen bringen und schön ruhig bleiben. Es ist wirklich ein unbeschreiblich, schönes Gefühl wie ein Fisch durch das Wasser zu schwimmen. Wir haben grüne, lila farbige und weiße Korallen, einen kleinen mini Hai, einen Seestern, einen komischen Kugelfisch und viele weitere Fische gesehen.

Am meisten hat mich aber fasziniert, dass es funktioniert. Das man auf Grund von Technik das Gefühl einer gewissen Schwerelosigkeit und absoluter ruhe und Friedlichkeit erfahren kann. Es ist nicht still unter Wasser , es knackt, knirscht, brummt und blubbert um einem herum, aber die Welt da unten strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Ich könnte die ganze Zeit nur im Wasser schweben, einfach nur daliegen, beobachten wie die Luftblasen an die Wasseroberfläche steigen, die Ruhe genießen und chillen.

Nach unserem zweiten Tauchgang sind wir zurück ins Office gefahren um das Final Exam zu schreiben. Klinkt schlimmer als es ist. Die 50 Fragen waren, wenn man sein Hirn benutzt und ein wenig aufgepasst hat kein Problem. Am Donnerstag hatten wir unsere letzten beiden Tauchgänge und anschließend bekam ich meine Diving license level 1.
Juhu !!!!!!!
Auf die Freude kam aber auch gleich die bittere Erkenntnis, dass ich nun ein weiteres Hobby habe was sich Kostentechnisch ungefähr da einreiht wo sich meine anderen beiden Hobbys (Klettern/Bergsteigen u. Fotografie) auch schon bewegen. Nämlich im oberen Kostenlevel und es macht auch noch riesigen Spaß. Verdammt! Na mal sehen wie ich das händel, Tauchpartner hätte ich ja schon mal.

vollton38 - 30. Jun, 10:07
